Seefahrer, Museumteam, Wählergruppe, Aktionskünstler, Chorsänger, Theatermacher, Piloten und Idioten und natürlich Freunde

MMW, Iko Chmielewski, Schulstr. 10, 26316 Varel 1, Tel. 04451/83560

 

Stadt Varel

-Der Bürgermeister-

23.07.2007

1. Grundsatzposition der MMW zum Ausbau der Hortplätze

 

Die Diskussion um den Ausbau der Hortplätze ist von mehreren Faktoren abhängig:

 

1. Der Bedarf

Der Bedarf ist nach unserer Erkenntnis festgestellt und gegeben. Allein der konfessionell gebundene Kindergarten hat einen ersten Bedarf von 17 Plätzen festgestellt und macht eine Versorgungslücke deutlich. Die MMW spricht sich dafür aus, kurzfristig ein Angebot von 40 Hortplätzen zu realisieren.

 

In Wirklichkeit dürfte der Bedarf aber wesentlich höher sein . Ein Teil des Bedarfs wird durch die Berufstätigkeit des oder der Erziehungsberechtigten hervorgerufen und macht deshalb eine Einbeziehung der heimischen Wirtschaft in die zukünftige Entwicklung sowohl unter dem Aspekt der Öffnungszeiten, Standortfrage als auch unter dem Aspekt der Co-Finanzierung sinnvoll (in diesem Zusammenhang wird auf das vorliegende ganzheitliche Konzept der „Flohkiste" verwiesen.

Dieser Hinweis auf die Einbindung der Wirtschaft, darf aber nicht so verstanden werden, dass die neu zu schaffenden Hortplätze nur Berufstätigen zur Verfügung gestellt werden sollen. Die MMW spricht sich ganz klar dafür aus, dass das Hortangebot für alle Familien offen steht.

 

Personalsituation der Kindergärten

Der Bedarf an Kingartenplätzen wird in den nächsten Jahren (lt. demografischen Erhebungen) stark rückläufig sein. Das neue Betreuungsangebot kann und muss dazu genutzt werden, die freigesetzten räumlichen und personellen Ressourcen sinnvoll bei der Umsetzung des Ausbaugesetzes (Krippen und Hort) einer neuen Nutzung zuzuführen. Dies kann nur gelingen, wenn alte Grenzen in den Köpfen fallen, alle Kindergärten kooperieren und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Die MMW stellt sich deshalb ausdrücklich hinter den Vorschlag des Bürgermeisters eine Personalserviceagentur zu etablieren, um durch einen gemeinsamen Personalpool effizient und bedarfsgerecht zu arbeiten. Der Stadt Varel kommt in diesem Prozess eine besondere Rolle zu. Als Träger der Organisations- und Finanzverantwortung für die Kindergartenbetreuung muss sie daran interessiert sein, gewachsene Strukturen mit einer differenzierten Ausrichtung nicht durch die Bevorzugung eines Kindergartenträgers zu gefährden. Der Personalpool wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung. Hierbei kann dass Gegenargument der unterschiedlichen pädagogischen oder konfessionellen Ausrichtungen zunächst vernachlässigt werden. Es geht um den Erhalt von bestehenden versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen und die MMW ist der Überzeugung, dass sich die Angestellten durchaus flexibel den jeweiligen Anforderungen der unterschiedlichen Einrichtung anpassen können, wenn dies erforderlich ist.

 

Qualität der Betreuung

Oberstes Entscheidungskriterium sollte das pädagogische Konzept sei. Bei den Krippenplätzen und vor allem den Hortplätzen betreten die Kindergartenträger in unserer Stadt weitestgehend Neuland. Hierin liegt auch eine Chance für die Festlegung eines gemeinsamen Qualitätsstandards (ggf. auch eines gemeinsamen Konzeptes). Insbesondere die Hortbetreuung muss mehr sein, als eine reine Bewahr- und Beschäftigungseinrichtung . Die Hortbetreuung sollte zur Stabilisierung der sozialen Kompetenzen und zur Bewältigung des Schulalltages beitragen. Themenbezogene Zusatzangebote (Seminare, Workshops, Vorträge) sollten das eigene Angebot bereichern. Die Kosten für das externe Zusatzangebot könnten durch einen neu einzurichtenden, freiwilligen Fördertopf der Wirtschaft finanziert werden.

 

Standortfrage

Unabhängig von einer Reglung durch das Land, sollten nach unserer Auffassung Hortangebote in unmittelbarer Nähe von Schulen angesiedelt werden.

 

Finanzierung

So weit es möglich ist, sollen vorhandene Ressourcen genutzt werden um die Kosten möglichst gering zu halten. Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass die Realisierung nur von den gerade zur Verfügung stehenden Räumen und Personal abhängig gemacht wird. Der Bedarf (siehe oben) ist gegeben. Ein bedarfsgerechter Ausbau duldet deshalb keinen Aufschub

Wichtig scheint es uns, insbesondere einen Freiwilligen Fördertopf der Wirtschaft anzuregen. Schon jetzt zeichnet sich ein Mangel an qualifizierten jungen Arbeitskräften ab. Ein qualifiziertes Betreuungsangebot sichert auch die Zukunft von Vareler Betrieben. Grundsätzlich wären auch betriebseigene Angebote denkbar.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Iko Chmielewski

 

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