Seefahrer, Museumteam, Wählergruppe, Aktionskünstler, Chorsänger, Theatermacher, Piloten und Idioten und natürlich Freunde


MMW. Iko Chmielewski, Schulstr. 10, 26340 Varel


Stadt Varel

-Der Bürgermeister-



                                                                                                                                                                      09.05.2007

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,



die Fraktion MMW beschäftigt sich derzeit mit dem Entwicklungskonzept  Dangast.  Um zu einer fundierten Entscheidung zu kommen, reichen uns die vorgelegten  Prognosen und Daten nicht aus. Wir möchten Sie bitten, uns  folgende Fragen zum vorgelegten Konzept zu beantworten:


Fragen zu unserem Kapital:


Wie wird unser städtisches Vermögen (Strand, Quellbad, Campingplatz) in die "Projektgesellschaft" eingebracht?

Als EK der Gesellschaft?
Wie werden die einzelnen Gebäude und Flächen bewertet?

Was passiert mit diesen Werten bei einer Insolvenz der "Projektgesellschaft?


Wird  durch den Unterschiedsbetrag des geschätzten operativen Verlustes und der kalkulierten Verlustabdeckung der Stadt  die Einlage des gesuchten Partners  verzinst?


Welche Kompetenzen bringt (oder sollte er einbringen) der gesuchte Projektpartner  (außer die Kapitaleinlage) in das Unternehmen ein?

In welchem Kalkulationsposten werden diese Leistungen honoriert?


Fragen zur Kostenunterdeckung:

Wie entwickelt sich unsere kalkulierte Verlustabdeckung, wenn das Quellbad trotz neuer Investitionen -einhergehend mit der drastischen Anhebung der Eintrittspreise - nicht die prognostizierten Besucherzahlen erreicht.?


Bleibt der städtische Beitrag wirklich "fest kalkulierbar"?
Wird der Verlust dann nur gesellschaftsintern  bis zu einer möglichen Insolvenz vorgetragen?

Oder muss die Stadt das komplette Risiko einer potentiellen Fehleinschätzung durch die jährlichen Zuschüsse tragen?



Fragen zur geplanten Investition:


Bis wann wird geklärt; ob die geplante Baumaßnahme an dieser Stelle überhaupt realisierbar ist?


Wie hoch werden - falls der Bau an dieser Stelle möglich ist - die Kosten für die Deichsicherung sein?

Entstehen zusätzlich Kosten beim Deichbau durch diese Baumaßnahme?


Wann und wie wird die Investitionshöhe (Gebäude incl. Saunatechnik usw., Außenfläche, zusätzliches Becken incl. Technik) durch die Stadt verifiziert bzw. verlässlich kalkuliert?


Was passiert mit dem Konzept, wenn sich kurzfristig herausstellt, dass der Investitionsbedarf viel zu gering angesetzt wurde?


Ab welcher Investitionssumme sollte die Stadt die Finger von dem Konzept lassen?





Fragen zu den begleitenden Kosten:


Mit welchen Kosten muss die Stadt bei einem Stellenabbau rechnen?


Welche Kosten plant die Stadt für die Instandhaltung der alten Kuranlage ein?


Die Einnahmeerwartung der Projektgesellschaft beruht im Wesentlichen auf der Annahme es könnten  höhere Eintrittspreise genommen werden. Welche Konsequenzen wird die Sadt Varel daraus ziehen?


a)

Die Anzahl der verteilten "Eintrittsgutscheine" beibehalten und die höheren Kosten in den anderen Haushaltsstellen tragen?        (Wie hoch wären die Mehrkosten?)


b)

Die Anzahl der "Eintrittsgutscheine" reduzieren, um die Kosten konstant zu halten?

(In diesem Zusammenhang möchte ich die Verwaltung bitten, die im Quell- Stand- und Bewegungsbad eingelösten Gutscheine der letzten 2 Jahre aufzulisten.


Der Ansatz für Veranstaltungen in Dangast wurde im Grunde (bis auf das Quellbad) komplett gestrichen. Plant die Stadt einen neuen Ansatz - welche Haushaltstelle auch immer - um Veranstaltungen für Gäste in Dangast zu organisieren oder zu bezuschussen?



Fragen zur geplanten neuen Infrastruktur:


Reichen die zwei kleinen Büroräume für die Bündelung aller touristischen Funktionen (Touristinfo, Zusammenfassung der Kassen, Öffentlichkeitsarbeit,  Verkauf)  aus?


Reicht die vorhandene Parkfläche vor dem Dangast Quellbad für die Funktionsbündelung (Sauna, Wellness, Quellbadbesucher, Touristinfo usw.) aus?


Wo sollen in Zukunft wetterunabhängige Angebote (Veranstaltungen, Kinderbetreuung, Lesesaal usw.) für unsere Urlaubsgäste stattfinden?

Wie hoch werden die Miet- und Betriebskosten für solche Veranstaltungsräume veranschlagt und wer soll sie tragen?


Ist es eine realistische Annahme, dass ein Übernachtungsgast es als Verbesserung des Services wahrnimmt, wenn er nach einer langen Autofahrt,  evtl. Schwierigkeiten hat in der Nähe der neuen Gästeinfo einen Parkplatz zu finden - den er im Übrigen auch noch bezahlen muss?


Ist es überhaupt realistisch in Zeiten der Hochsaison sowohl Badegäste der unterschiedlichsten Art als auch Zimmersuchende zu bedienen.

Hier wäre ich an Aussagen von Bediensteten der Stadt Varel sehr interessiert?


Was bedeutet die Bündelung der touristischen Angebote für die Verkehrssituation in Dangast?


Gibt es konzeptionelle Überlegungen hierzu?


Ich bedanke mich schon im Voraus für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen  Grüßen


Iko Chmielewski
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